Wie findet man ausländische Firmendaten?

Ausländische Firmendaten sind nur manchmal im deutschen Handelsregister und damit auch in deutschen Branchenbüchern und Branchenverzeichnissen zu finden. Denn grundsätzlich hat jedes Land sein eigenes Handelsregister, in dem die eigenen Firmen eingetragen sind.

Ausnahme: Eine Firma hat eine Niederlassung in einem anderen Land. In diesem Fall ist diese Niederlassung auch dort eingetragen.

Aber: Es handelt sich in diesem Fall nicht um einen vollständigen Handelsregistereintrag, sondern nur um die Eintragung der Niederlassung. Man kann sich also nicht zu 100% darauf verlassen, alle wesentlichen Umstände der Firma zu kennen, wenn man nur den Auszug der Niederlassung kennt. Die ausländische Niederlassung kann beispielsweise von jemand anderem geleitet werden als die Hauptstelle der Firma. Das ist auch logisch, somit wird für die Niederlassung ein Vertretungsberechigter eingetragen.

Wie gründet man eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)?

Oft fragen sich Gründer, wie man überhaupt eine GmbH gründet. In Zeiten, in denen es eine Vielzahl von Rechtsformen gibt und auch ausländische Rechtsformen wie die Ltd. salonfähig geworden sind, stellt sich häufig die Frage, wie die GmbH-Gründung vonstatten geht.

Eine GmbH wird mit einer Erklärung gegenüber dem zuständigen Registergericht, spezieller: dem dort ansässigen Handelsregister, gegründet. Diese Erklärung muss vor einem Notar abgegeben und notariell beglaubigt und unterschrieben sein.

Außerdem benötigt man einen Gesellschafsvertrag und eine Gesellschafterliste. Zudem muss bei der Gründung sofort die erste Gesellschafterversammlung abgehalten werden, auf der ein Geschäftsführer bestellt wird.

Das klingt alles sehr komplex, aber im Endeffekt handelt es sich lediglich um eine Menge Dokumente, die bei Notar unterzeichnet werden müssen. Normalerweise geht man mit seinem Wunsch nach einer GmbH-Gründung zu einem Notar oder Anwalt, und dieser berät und setzt alle Dokumente auf.

Danach liest, meist in einem gesonderten Termin, wird der Notar alle Dokumente und Erklärungen vorlesen. Meistens stoppt er nach ein paar Absätzen und erklärt noch einmal das Vorgelesene. Auch kurzfristige Änderungen sind noch möglich. Wenn alles stimmt, wird am Ende alles unterschrieben. Dann unterschreibt und stempelt der Notar seinerseits und schickt alles an das Handelsregister.

Dort wird die Handelsregister-Neueintragung durch einen Richter geprüft. Wenn alles in Ordnung ist, wird die GmbH eingetragen und existiert ab dem Zeitpunkt der Eintragung.

Woher kommen die Firmeninformationen?

Vielleicht haben Sie sich gefragt, woher eigentlich das Handelsregister seine Daten bezieht. Nun, das ist einfach zu erklären: Die Firmeninformationen im Handelsregister werden von den Firmen selbst dort eingereicht. Bei der Gründung, Änderung oder Auflösung müssen diese zu Notar gehen und die relevanten Tatsachen vortragen. Der Notar reicht diese dann über das Amtsgericht beim Handelsregister ein, das die Informationen prüft und veröffentlicht.

Wer recherchiert eigentlich Firmenaten?

Die Antwort ist kurz und knapp: Jeder. Denn auf Firmendaten ist jeder angewiesen. Die Bank muss z.B. wissen, wie sie ihren Kunden erreichen kann, wenn dieser umgezogen ist und vergessen hat, den Umzug zu melden.

Ebenso muss der Rechtsanwalt seinen Klienten erreichen, wenn dieser versäumt hat, seine korrekte Anschrift mitzuteilen.

Aber auch den Gegner in einem Rechtsstreit kann man über Firmendaten ausforschen. Wo sitzt die Firma? Wer ist der Geschäftsführer? Wie sind die Verhältnisse der Firma?

Auch als Firmeninhaber kann man seine Mitarbeiter prüfen, indem man ein Firmenverzeichnis abfragt. Denn Mitarbeiter unterliegen einem Konkurrenzverbot. Über das Handelsregister kann man prüfen, ob sie sich an dieses Konkurrenzverbot halten.

Welches Internetportal sollte man für Firmeninformationen benutzen?

Es ist wichtig, bei einer Suche nach Firmendaten und Firmeninformationen nur korrekte Daten angezeigt zu bekommen. Falsche oder veraltete Daten können fatal sein:

Man könnte z.B. eine falsche Anschrift der Firma angezeigt bekommen. Die Folge wäre, dass man einen Brief oder, noch schlimmer, ein wichtiges Dokument an diese falsche Adresse sendet. Oder, am schlimmsten: Man verklagt die Firma an einer falschen Anschrift. Allein aus diesem Grund sollten vor allem Rechtsanwälte und Notare immer sicher sein, die korrekten Daten einer Firma angezeigt zu erhalten.

Aber auch ein falscher Geschäftsführer kann schlecht sein, denn man muss den Geschäftsführer als gesetzlichen Vertreter der Firma in einer Klage bei Gericht angeben. Auch im Marketing ist es schlecht, wenn man dem Unternehmen z.B. einen Werbebrief sendet und den Geschäftsführer falsch bezeichnet.

All diese Widrigkeiten kann man umgehen, wenn man ein Internetportal für die Recherche verwendet. Allerdings stellt sich die Frage, ob auch alle Internetportale dieselbe Datenbasis verwendet.

Das tun sie nämlich nicht. Man sollte daher nur auf Portale und Datenbanken zurückgreifen, die ihre Informationen direkt vom deutschen Handelsregister beziehen und die Daten dort mindestens täglich abgleichen.

Ansonsten kann man in die Situation geraten, dass man veraltete oder komplett falsche Daten erhält.